?

Auszüge aus dem Domboten Nr. 150 (28. Jahrgang)

März – April – Mai 2015


Vorwort – Gedanken

Liebe Gemeinde

Freuen Sie sich schon wieder auf den Sommer? Während ich diese Zeilen schreibe, ist es draußen richtig kalt, der Schnee liegt noch, und heute morgen gab es ordentlich Glatteis. Da geht man nicht gerne vor die Tür. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich am liebsten nur Sommer hätte – schöne, warme Tage und lange Abende. Aber die Abfolge der Jahreszeiten hat natürlich ihren Sinn. Wir erfahren den Rhythmus von Werden und Vergehen und erkennen darin ein Abbild unseres eigenen Lebens, nur gewissermaßen im kleinen Maßstab.

An diesen Rhythmus schließt sich das Kirchenjahr an, und man merkt erst, wie hilfreich unsere Jahreszeiten sind, wenn man sich z. B. in Südafrika aufhält und dort Weihnachten bei über 30°C feiert.

Es scheint, als sei das Kirchenjahr für uns hier in Deutschland gemacht. Nachdem wir in der Zeit des Christfestes den Sieg des Lichtes über die Finsternis gefeiert haben – in der dunkelsten Zeit des Jahres – bewegen wir uns nun auf das Osterfest zu. Nicht nur, dass wir uns auf die wunderschöne Liturgie der Osternacht freuen dürfen: wir erleben, wie die Natur zu neuem Leben erwacht.

Die Osterglocken blühen dann hoffentlich schon, manche frühblühenden Sträucher haben evtl. schon ihre Blüte hinter sich, und an den Bäumen regen sich die jungen Blätter.

Neues Leben – darum geht es auch an Ostern. Nur geht es bei diesem Fest etwas weiter. Denn während das neu erwachende Leben in der Natur im Herbst wieder zum Erliegen kommt, ist die Botschaft des Osterfestes, dass es kein Sterben mehr gibt. Der Tod ist überwunden!

Dennoch erleben wir ihn, manchmal auf schmerzliche Weise. Denn das Reich Gottes, in dem der Tod keine Rolle mehr spielt, ist nicht von dieser Welt. Es ist zwar durch Jesus Christus mitten unter uns gekommen, kann aber nur zeichenhaft bei uns sichtbar und spürbar werden. Wir sind und bleiben Geschöpfe, die dem Kreislauf von Werden und Vergehen unterworfen sind. Nur eins wissen wir: Wenn Gott diese Welt vollendet, wird uns der Tod hergeben müssen. Er kann uns nicht halten. Darum können wir auch angesichts des Todes getrost und zuversichtlich sein, weil wir wissen:

Christus ist auferstanden! Und durch ihn werden auch wir auferstehen.

Ihr Pastor
Martin Senftleben




Klänge des Lichts im Kaiserdom – Gregorianik und Obertöne

Die Gesänge der Hildegard von Bingen und der Gregorianische Choral mit seiner Kraft und Tiefe vermitteln Ruhe und Gelassenheit in unserem heutigen geräuschvollem Leben voller Hektik und Unruhe.

Der Obertongesang, dessen Wurzeln im asiatischen Raum liegen, mit seinen meditativen entspannenden Klängen ergibt in der Kombination mit den Gesängen von Hildegard von Bingen ein einzigartiges Klangerlebnis.

Am Samstag, dem 28. Februar 2015, findet am Nachmittag in der Zeit von 14 bis 16 Uhr, im Gemeindezentrum der Stiftskirchengemeinde Königslutter ein Workshop statt, in dem jeder, der gerne singt, diese Erfahrungen machen kann.

Eine Anmeldung ist notwendig. Sigrid Bruckmeir und Reinhard Schimmelpfeng, beide gefragte Musikpädagogen aus Bremen, werden diesen Workshop leiten und alle Interessierten in diese Musikwelt einführen.

Um 18.00 Uhr geben beide Künstler (Duo AumA) im Kaiserdom ein Konzert.

Zu hören ist Musik der Gregorianik und Obertongesang, untermalt mit Instrumenten wie Tontrommel und Shruty-Box.

Infos über Preise und Anmeldungen bitte bei Domkantor Andreas Schultz, Tel. 05353 96511 und as.domkantor@t-online.de

Andreas Schultz




Weltgebetstag am Freitag, 6. März 2015 um 18.30 Uhr in der Katholischen Kirche<br /> <b>Motto: „Begreift ihr meine Liebe?“ – Bahamas</b>

„Begreift ihr meine Liebe?“

Unter diesem Motto führt uns der Weltgebetstag 2015 in diesem Jahr zu den Bahamas, die aus 700 Inseln bestehen, von denen nur 30 bewohnt sind. Die Bahamas – das bedeutet für uns Badestrände, Tauchparadiese, Steeldrum-Musik, aber auch Schauplatz von illegalen Finanztransaktionen, Geldwäsche und Umschlagplatz für Drogen.

Wenigen ist bekannt, wie viel Gewalt gegenüber Frauen und Mädchen an der Tagesordnung ist, wie viel Arbeitslosigkeit es gibt und wie rechtlos Flüchtlinge sind.

Die Weltgebetstags-Frauen nehmen diese Licht- und Schattenseiten in ihren Gottesdienst auf. Ihnen geht es darum, die Liebe Gottes, wie sie sich leibhaftig in der Fußwaschung Jesu an seinen Jüngern zeigt, weiterzugeben, damit auch benachteiligte Menschen diese Liebe erfahren.

Lassen Sie sich hineinnehmen in die Welt der Bahamas!

Feiern Sie mit uns den Weltgebetstags- Gottesdienst am

Freitag, den 6. März um 18.30 Uhr
in der Katholischen Kirche
St. Mariä Himmelfahrt
Bahnhofstr. 13

Danach laden wir wie immer herzlich ins Pfarrheim ein, um uns bei Bahamaischen Speisen zu stärken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Für das Vorbereitungsteam Barbara Faubel




Blockflötenensemble auf dem Kantoreimusikfest 2013

Kantoreimusikfest im Kaiserdom Königslutter

Am Sonntag, dem 15. März 2015, findet um 16 Uhr im Dom das traditionelle Kantoreimusikfest statt.

In dieser Veranstaltung wollen sich die verschiedenen Gruppen der Domkantorei Königslutter präsentieren. Die Domkantorei besteht aus mehreren Gruppen, die in vielfältiger Form gemeinsam musizieren.

Sie bietet damit viele Möglichkeiten, sich musikalisch zu betätigen. Mit dabei sind das Blockflötenorchester, das Blockflötenensemble sowie eine kleine Blockflötengruppe. Auch der Domchor und die Band „Praisentation“ werden Musikstücke aus ihrem Repertoire darbieten.

Dieses Konzert soll auch ein Dankeschön an die Mitglieder des Förderkreises „Kirchenmusik am Kaiserdom“ sein, der die Arbeit der Domkantorei durch seine Mitgliedsbeiträge unterstützt.

Alle sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Andreas Schultz




Anmeldung der neuen Vorkonfirmanden

Die neuen Vorkonfirmanden, die 2017 im Kaiserdom oder in der Sunstedter Kirche konfirmiert werden möchten, können durch ihre Eltern im März während der Bürozeiten (dienstags, donnerstags und freitags von 9 – 11 Uhr sowie am 4., 11. und 18. März von 18 – 19 Uhr, ansonsten nach Vereinbarung) unter Vorlage der Geburts- und Taufurkunde im Pfarrbüro angemeldet werden. Kinder, die noch nicht getauft sind, können selbstverständlich auch am Unterricht teilnehmen und während der Konfirmandenzeit noch getauft werden.

Der Unterricht beginnt nach den Sommerferien dienstags von 18 – 19 Uhr. Der Termin für eine Informationsveranstaltung zum Konfirmandenunterricht wird noch mitgeteilt.




Spangenberg sammelt vom 16. – 21. März

In der Zeit vom 16. bis 21. März 2015 führt die Deutsche Kleiderstiftung Spangenberg zusammen mit den beiden ev.-luth. Kirchengemeinden in Königslutter eine Kleidersammlung durch.

Bringen Sie bitte in dem angegebenen Zeitraum Ihre Kleiderspenden im Plastikbeutel oder gut verpackt zum Gemeindezentrum am Dom, Veranda hinter dem Pfarrhaus. Sammelbeutel liegen im Dom und in den Pfarrämterrn aus. Bitte spenden Sie nur Kleidung, Schuhe und Haushaltswäsche von guter Qualität.

Für Ihre Unterstützung danken Ihnen Ihre Kirchengemeinde und die Deutsche Kleiderstiftung Spangenberg.




Besondere Gottesdienste von der Karwoche bis Pfingsten

Passionsandachten zum Thema „Judas, der Verräter?“

Montag bis Mittwoch, 30. März bis 1. April, jeweils um 18 Uhr im Refektorium

Anhand des Buches von Walter Jens „Der Fall Judas“ soll einmal von einem anderen Blickwinkel als meist üblich auf die Figur des Judas Iskarioth geblickt werden. Dazu treten bildliche Darstellungen aus verschiedenen Jahrhunderten.

Gründonnerstag, 02.04.

19 Uhr: Gottesdienst mit Tischabendmahl im Refektorium

Karfreitag, 03.04.

10 Uhr: „Es ist vollbracht!“ – Gottesdienst mit Heiligem Abendmahl

Karfreitag, 03.04.

15 Uhr: „Josef von Arimathäa“ – Andacht zur Sterbestunde Jesu

Karsamstag, 04.04.

15 Uhr: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes“ – Andacht zur Grabesruhe Jesu

Ostersonntag, 05.04.

  6 Uhr: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?“ – Osternachtfeier mit Heiligem Abendmahl, mit Dom- und Posaunenchor, anschließend Osterfrühstück

Ostersonntag, 05.04.

10 Uhr: „Der Herr ist auferstanden“ – Festgottesdienst

Ostermontag, 06.04.

10 Uhr: Gemeinsamer Festgottesdienst mit Stadt- und Stiftskirchengemeinde im Kaiserdom

Christi Himmelfahrt 14.05.

10 Uhr: Open-Air-Gottesdienst vor dem Kaiserdom

Sonntag (Exaudi), 17.05.

10 Uhr: Gottesdienst zum Tag der Weltweiten Kirche – wir bekommen Besuch aus Botswana. Anschließend Vortrag und Mittagessen

Pfingstmontag, 25.05.

11 Uhr: gemeinsamer Gottesdienst auf dem Platz vor der Stadtkirche




Die restaurierte Furtwängler & Hammer Orgel im Kaiserdom

Orgelreihe 2015

Thema: Die Orgel lacht ... Humorvolle und lustige Orgelmusik aus aller Welt

Humor ist so eine Sache. Oft fragt man sich, ob sie überall hinein passt. Darf man in der Kirche schmunzeln, oder gar lachen?

Die Antwort ist natürlich ja! In Predigten, Handlungen und Liedern geht es oft humorvoll zu.

Denken wir nur an das „Osterlachen“. Wir Christen lachen den Tod aus, da Jesus für uns gestorben und wieder auferstanden ist und den Tod besiegt hat.

Auch die Musik trägt dazu bei, dass wir fröhlich und entspannt in den Tag gehen. Viele Komponisten in allen Zeiten haben lustige und humorvolle Musik komponiert, auch für die Orgel.

Samstag, 18. April 2015 um 17.00 Uhr
Matthias Laidler (St. Vincenz / Schöningen)
Werke von Stainer, Riegler, Laidler u. a.

Mittowch, 22. April 2015 um 19.00 Uhr
Jürgen Opfermann (Blankenburg/Harz)
Werke von Young, Michel, Blarr, Fischer u. a.

Freitag, 24. April 2015 um 19.00 Uhr
Martin Hofmann (Goslar / Stabkirche Hahnenklee)
Werke von Heiler, Bovet, Piazolla, Bourgois u. a.

Sonntag, 26. April 2015 um 17 Uhr
Jörg Ehrenfeuchter (St. Nicolai / Herzberg)
Werke von Litanies, Durufles, Rinck, Dubois, Radulescu u. a.

Propsteikantor Matthias Wengler




Gottesdienst zum Tag der Weltweiten Kirche

Am Sonntag Exaudi, dem 17. Mai, lädt die Stiftskirchengemeinde zu einem Gottesdienst zum Tag der Weltweiten Kirche um 10 Uhr in den Kaiserdom ein. Zu Gast ist Pastorin Bonolo Masie aus Botswana. Sie arbeitet in einem weiträumigen Bereich in der Kalahari-Wüste und ist dort mit Aufgaben des Gemeindeaufbaus und der Mission betraut. Sie gehört zur Botswana Diözese der ELCSA (Evangelisch-lutherische Kirche im Südlichen Afrika) und wird den Gottesdienst mit gestalten sowie anschließend von ihrer Arbeit berichten.

Botswana ist aufgrund seines Diamantenvorkommes kein armes Land. Allerdings leben die Menschen in der Kalahari-Wüste unter besonders schwierigen Bedingungen. Die Arbeitslosigkeit vor allem unter jungen Menschen ist sehr hoch, so dass Alkohol und andere Drogen öfter zu Abhängigkeiten führen. Vor diesen und anderen Herausforderungen stehen die Kirchengemeinden und nehmen sich ihrer nach ihren Möglichkeiten an.




Die Kinderkirche macht einen Ausflug!

Am 6. Juni will die Kinderkirche einen Ausflug machen: Es soll zum Familienpark Sottrum gehen. Der Erfolg des Familienparks Sottrum liegt in seiner fantasievollen Einfachheit.

Im Gegensatz zu vielen anderen Freizeitparks findet der Besucher keine Vergnügungsmaschinen, sondern viel Raum zum individuellen Entdecken und selber Ausprobieren.

Damit wir die Fahrt planen können, bitten wir um verbindliche Anmeldung bis zum 15. Mai im Pfarrbüro bzw. bei Pfarrer Dr. Senftleben.




Männerkreis mit Bürgermeister Hoppe

Knapp 40 Personen hatten sich zur Veranstaltung des Männerkreises „Königslutter als Stadtteil von Wolfsburg? Fusionsbestrebungen und ihre Erfolgsaussichten“ am 3. Februar 2015 im Gemeindezentrum der Stiftskirche eingefunden, um sich zu diesem Thema mit Bürgermeister Alexander Hoppe als Referenten auszutauschen.

Norbert Lucas, Mitglied des Leitungsteams des Männerkreises, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass die Stadt in ihrer Geschichte schon mehrere günstige Statusveränderungen erfahren habe: 1410 wurde das Stadtrecht verliehen, 1924 erfolgte der Zusammenschluss von Stadt Königslutter, Stift Königslutter und Oberlutter zu einer Einheitsgemeinde und 1974 wurde durch die Kommunal-Gebietsreform in Niedersachsen die Stadt Königslutter als Großgemeinde aus 17 Orten geschaffen. Nun stehe eine gänzlich andere Statusänderung an.

Der Bürgermeister zeigte als Ursache für Fusionsbestrebungen die seit Jahren defizitäre Haushaltslage der Stadt trotz großer Sparbemühungen auf. Deswegen habe der Rat der Stadt zur Erhaltung der Infrastruktur einstimmig empfohlen, sich mit der Stadt Wolfsburg zusammenzuschließen und dies Mitte 2014 bekräftigt. Dies könne jedoch nicht allein zwischen diesen beiden Städten entschieden werden, sondern dabei müsse auf die Interessen anderer Kommunen in der Region, vor allem des Landkreises Helmstedt, Rücksicht genommen, um die Zustimmung des Landes zu erhalten. Das Innenministerium habe angeregt, dass die Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel sich zusammenschließen sollten. Erforderlichenfalls müsse eine breite Mehrheit im Landtag für eine zukunftsfähige Struktur in der Region durch Gesetz erreicht werden. Vor Verhandlungen mit Wolfsburg müsse zunächst die Entscheidung der Kreistage der Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel voraussichtlich im März dieses Jahres abgewartet werden. Beide Landkreise hätten ein Gutachten über einen Zusammenschluss dieser Landkreise in Auftrag gegeben, das u. a. die wirtschaftliche Entwicklung dieser Region beurteilen solle und wohl Ende Februar vorliegen werde.

In der anschließenden Diskussion war man sich einig, dass eine Bürgerbeteiligung in Königslutter vor einem Zusammenschluss mit Wolfsburg notwendig sei. Erörtert wurde auch, ob die Einwohner von Königslutter als Stadtteil von Wolfsburg Vorteile bei kommunalen Steuern und Abgaben haben könnten, wenn die kommunalen Kosten z. B. bei der Abwasserbeseitigung sich auf eine größere Bevölkerungszahl als Solidargemeinschaft verteilen. Es wurde auch die Hoffnung geäußert, dass mit einer Eingemeindung nach Wolfsburg Schul-Angebote in Königslutter z. B. durch Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule sich verbessern könnten.

Ehrenfried Messal




Der 150. Dombote

150. Dombote

Vielleicht haben Sie es bereits auf dem Titel gesehen …

Diese Ausgabe unserers Domboten ist eine ziemlich besondere: Es ist das 150. Heft. Mit einem solchen Jubiläum blicken wir auf viel ehrenamtliches Engagement zurück.

In 150 Redaktionssitzungen stellten die jeweiligen Mitglieder die nächste Ausgabe des Domboten zusammen. 150 Mal saßen viele von ihnen dann zu Hause und schrieben ihre Berichte. Manche erst, nachdem sie an den Veranstaltungen teilgenommen hatten, über die sie schreiben wollten und einige gleich mehrere Artikel. In den Anfangsjahren tat man dies noch mit der Schreibmaschine, später auf dem Computer.

Bis Mitte der 90er Jahre wurden die einzelnen Seiten noch zusammengeklebt und gingen als sogenannte Aufsichtsvorlage in die Druckerei.

Heute entsteht der Dombote komplett am Computer und die Druckerei erhält eine PDF-Datei. Korrekturen, Text und Bildlieferungen, alles wird per E-Mail abgestimmt.

Die meisten Redaktionsmitglieder sind übrigens seit 20 Jahren dabei, einige sogar von Anfang an. Und wir alle hoffen, dass Sie mit dem Domboten eine interessante Lektüre über unsere Gemeinde erhalten und freuen uns, wenn Sie darin blättern.

Susanne Pichlak




100 Tage im Amt

Die Zahl 100 ist schon beeindruckend, aber was sind schon hundert Tage? Mal gerade drei Monate! Aber was in drei Monaten alles geschehen kann... Ich gebe zu, ganz so hatte ich es mir nicht vorgestellt. Z. B. dass ich wegen der gestohlenen Jesus-Figur unserer neuen Krippe gleich ins Fernsehen komme. Oder dass der schöne Schaukasten von einem LKW zerstört wird – das sind nur zwei von einigen außergewöhnlichen Erlebnissen in diesen hundert Tagen.

Aber es kamen dann auch viele überwiegend schöne und erfreuliche Dinge hinzu. Die Begegnung mit den Menschen aus der Gemeinde bei zahlreichen verschiedenen Gelegenheiten (vor allem Adventsfeiern, aber auch in den Gottesdiensten in Sunstedt, im Stiemerling und in der Stiftskirche, usw.) ist mir dabei das Wichtigste. Dafür hätte ich gerne noch mehr Zeit, aber dann gibt es eben auch noch viel Arbeit, die im Hintergrund getan werden muss und die auch ihre Zeit fordert. Es sind erfüllte 100 Tage gewesen, und ich ahne schon, dass es ähnlich weiter gehen wird mit vielen Aktivitäten und Veranstaltungen in den beiden Gemeinden.

Ein Höhepunkt war natürlich der Heilige Abend und das Christfest, wo wir nach aller Aufregung um das gestohlene Jesuskind ganz entspannt die Geburt unseres Herrn feiern konnten. Und dann die Andachten in den Zwölf Heiligen Nächten, die uns in einer ganz eigenen, tiefgreifenden Atmosphäre zusammenbrachten.

Spannend die Beratungen im Pfarrverband neuen Typs: Wie sich das wohl weiter entwickelt?

Vieles gibt es noch zu entdecken, und für manches muss sich eine gewisse Routine entwickeln. Ich bin zuversichtlich und danke dem Kirchenvorstand und Ihnen, liebe Gemeindeglieder, für das wohlwollende Entgegenkommen und die Unterstützung, die ich vielfältig erfahren habe.

Ihr

Martin Senftleben




Andachten in den 12 Heiligen Nächten

Winterzeit, dunkle Zeit, Rauhnächte – oder auch Rauchnächte nannten unsere Vorfahren die Zeit der 12 Heiligen Nächte zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar. Diese Nächte beginnen in der dunkelsten Zeit des Jahres und führen hinüber in ein neues Anwachsen des Tages. Die Dunkelheit weicht dem strahlenden Licht, das von der Geburt Jesu Christi ausgeht. Der Zeit zwischen den Jahren wird deshalb schon seit alters her besondere Bedeutung beigemessen.

Pfarrer Dr. Martin Senftleben ergriff die Initiative und organisierte im Kaiserdom eine Reihe von Andachten. Vier Andachten wurden von Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorstehern vorbereitet und gestaltet. Außerdem war ein Ehepaar daran beteiligt. Das gemeinsame Thema der Andachten, mit dem sich die Akteure anhand biblischer Texte intensiv auseinandersetzen mussten, lautete: „Licht in der Dunkelheit“.

Das neue Angebot wurde als Bereicherung im gottesdienstlichen Leben unserer Kirchengemeinde von den Besuchern sehr gut angenommen.

Von Mal zu Mal fanden sich mehr Teilnehmer ein, um innezuhalten, vielleicht das Jahr Revue passieren zu lassen oder Weihnachen intensiv nachzufühlen. Darunter waren auch Gäste von außerhalb.

Beeindruckt waren viele Besucher nicht allein vom Inhalt der Andachten und deren Gestaltung, sondern auch von der Atmosphäre des Kaiserdoms und der nahen Advents- und Weihnachtskrippe. Beides trug zur Besinnung und inneren Einkehr bei.

Allgemein wird der Wunsch zum Ausdruck gebracht, dass diese Form der Andachten in den nächsten Jahren wiederholt wird.

Norbert Lucas




Nachruf

„Wir haben hier keine bleibende Stadt,
sondern die zukünftige suchen wir.“ Hebräer 13,14

Kreuz

Die Stiftskirchengemeinde Königslutter trauert um ihre ehemalige Kirchenvorsteherin

Margarete Jackisch

Frau Jackisch gehörte dem Kirchenvorstand von 1972 bis 2000 an und setzte sich in dieser Zeit in verschiedenen Gemeidekreisen aktiv für die Belange unserer Kirchen­gemeinde ein. Wir sind dankbar für ihre Dienste, befehlen sie der Gnade unseres Herrn Jesus Christus und erbitten Trost und Beistand für ihre Familie.

Für den Kirchenvorstand

Norbert Lucas (Vorsitzender)

Dr. Martin Senftleben (Pfarrer)




Stilles Gedenken – Christa Friedrich

Mit großer Dankbarkeit für ihre unermüdliche Mitarbeit erinnert der Frauentreff der Stiftskirchengemeinde noch einmal an Christa Friedrich, die am 24. Oktober 2014 plötzlich und unerwartet verstarb.

Sie war für uns alle eine liebe und zuverlässige Freundin, die immer bereit war zu helfen, wenn es nötig war. Es tut noch weh und fällt schwer, sich nun an diese Zeit ohne sie zu gewöhnen.

Christa, wir werden Dich nie vergessen!

Inge Kirsch, Susanne Neumann, Erika Heinrich




Kirche in Sunstedt (von Südosten)

Sunstedt

Runde Fenster werden repariert …

Der Kirchenvorstand Sunstedt plant die Reparatur zweier Fenster in der Kirche, und zwar sollen die beiden runden Fenster direkt über dem Eingangsportal und auf der Rückseite der Kirche erneuert werden.

Und wie wohl jeder weiß, sind die Kosten für solche Arbeiten und ungewöhnliche Fensterformen an alten Gebäuden nicht unerheblich.

Auch wenn das Aus- und Einbauen durch unser Kirchenvorstandsmitglied Manfred Mette kostenlos durchgeführt wird, bleibt doch noch ein größerer Posten für die Glasarbeiten übrig. Aus diesem Grunde sind einige Kollekten in diesem Jahr für dieses Projekt bestimmt.

Können die Reparaturkosten dadurch nicht abgedeckt werden, ist geplant, den Restbetrag vom freiwilligen Kirchgeld zu bezahlen.

Gemeinsam werden wir dieses Projekt schon schaffen.

Änderung Ostergottesdienst

Der Festgottesdienst, in dem auch eine Taufe durchgeführt wird, findet am Ostersonntag, den 5. April um 14 Uhr statt.

Vorankündigung

Am Sonntag, den 19. Juli findet um 14 Uhr das Gemeindefest statt. Beginn ist mit dem Open Air-Gottesdienst im Garten des Dorfgemeinschaftshauses. Im Anschluss gibt es Kaffee, Kuchen, Bratwurst und noch einiges mehr.