?

Berichte aus dem Gemeindeleben

» Aus dem aktuellen Domboten
Dombote


Artikel in Helmstedter Nachrichten vom 24.06.2019:

Stiftskirchengemeinde Königslutter verabschiedet Pfarrer

Königslutter  Der Dompfarrer Martin Senftleben geht aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Im Gottesdienst gibt es viele Dankesworte.

Von Werner Gantz

Gottesdienst mit Pfarrerin Stéphanie Gupta (von links), in Vertretung der Pröpstin, Pfarrer Martin Senftleben und Renate Senftleben.<br /><i> Foto: Werner Gantz</i>

Gottesdienst mit Pfarrerin Stéphanie Gupta (von links), in Vertretung der Pröpstin, Pfarrer Martin Senftleben und Renate Senftleben.

Foto: Werner Gantz

Mit Wirkung zum 31. Mai 2019 ist Dompfarrer Martin Senftleben auf ärztliches Anraten in den Ruhestand getreten. Am Samstag nahm nun im Kaiserdom Königslutter in einem feierlichen Gottesdienst die stellvertretende Pröpstin Stéphanie Gupta die Entpflichtung vor.

Sie bezeichnete Senftleben als zurückhaltenden Menschen, dessen stetes Anliegen ist, Gott die Ehre zu geben. In den Dank schloss sie auch die kirchliche Arbeit von Ehefrau Renate Senftleben ein. „Der Verpflichtung hatte der Kirchenvorstand der Stiftskirche St. Petri & Pauli Königslutter am 23. Juni 2014 zugestimmt – und damit sind nun fast auf den Tag genau fünf Jahre vergangen“, berichtete die Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Ute Schmalbruch. Sie überreichte mit Dank dem Ehepaar Senftleben Blumen und ein Abschiedsgeschenk.

Diesem Dank schloss sich auch die Vorsitzende des Kirchengemeindeverbandes, Christine Jahn, an und bat die Gemeinde wegen der erneuten Vakanz um Verständnis. Eine Gemeinde ohne Pfarrer, das sei eine traurige Situation, stellte sie fest. Von der Landeskirche Braunschweig sei zwar bereits eine Ausschreibung vorgenommen, aber erfahrungsgemäß werde es mit einer Neubesetzung etwas dauern.

Seine Abschiedspredigt hielt Senftleben (60) in ungewohnter Form gereimt in drei Abschnitten. Dazwischen gab es besinnliche Orgelmusik von Kerstin Denecke. Er sprach von dem Leiden, das an ihm nagt, und schloss schließlich mit den Worten: Wo ich auch bin, bin ich Gott nah und kann mich somit auch freuen.

Den Abschluss seiner Arbeit als Pfarrer habe er sich anders vorgestellt. „Ich habe sehr gern hier in Königslutter, als ein besonderer Ort, in Sunstedt und im Kirchen­gemeindeverband gearbeitet, auch wenn die Vielfalt der Anforderungen mich manchmal an meine Grenzen führten“, schreibt er im Gemeindebrief Dombote.

An dem Gottesdienst nahmen neben den Besuchern einige Pfarrerkollegen teil, auch Tobias Henkel, Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, und in Vertretung des Bürgermeisters Bodo Seidenthal.

Während der Vakanzzeit übernehmen Pfarrer Robert Giesecke für die Stiftskirche und Pfarrerin Ute Meerheimb für Sunstedt die Geschäftsführung.