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Auszüge aus dem Kirchenfenster / Domboten Nr. 2 / 2020

Juli – August 2020


Grußwort

Logo Kirchengemeindeverband Königslutter

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Dombote winkt erneut aus dem Kirchen­fenster, damit wir Sie auch für die nächste Zeit mit den wichtigsten Terminen in und aus unseren Gemeinden versorgen, denn die von uns allen ersehnte Normalität wird noch auf sich warten lassen. Auch wenn es in vielen Lebens­bereichen Lockerungen gibt, kann das nicht darüber hinweg­täuschen. Nach dem Lockdown, der einer Voll­bremsung unseres Lebens gleichkam, fahren wir nun langsam wieder an. Im Schritt­tempo wagen wir uns zurück. Noch gibt es allerdings keinen Grund, die Regeln des Zusammen­lebens, die Distanz, an die wir uns gewöhnen mussten, zu lockern. Insbesondere, da wir wahr­nehmen, dass Abstand­halten auf Dauer nicht einfach ist und unser Zusammen­leben und Miteinander erschwert. Wir dürfen nicht rück­fällig werden. Es liegt nun in unserem Ermessen, die Corona-App zu nutzen. Noch haben wir sie nicht, die Medikamente oder einen Impfstoff gegen Covid-19 und gerade in diesen Tagen warnen uns diverse erneute, wenn auch lokale, Ausbrüche von Infektionen, nicht leicht­sinnig zu werden.

Für unsere Kirchen­gemeinden war der Lockdown ein Schock. Von heute auf morgen lag unser kirch­liches Miteinander brach. Geschlossene Kirchen, musste das wirklich sein ? fragten uns die Menschen. Kirche lebt doch von Gemein­schaft. Ich finde es klasse, dass wir uns nicht haben unter­kriegen lassen, sondern vielmehr die Heraus­forderungen auch als Chance begriffen haben. Video­gottes­dienste für Jung und Alt, Andachten, in die Brief­kästen der Gemeinde­mitglieder gesteckt oder an Wäsche­leinen vor Kirchen­türen gehängt, Einkaufs­dienste für hilfe­bedürftige Gemeinde­mitglieder, Kirchen­aufsichten und nun Gottes­dienste in unseren Kirchen oder im Freien – alles auf Abstand, versteht sich – und nach wie vor ohne Gesang. Das betrübt viele von uns ganz besonders, das gemeinsame Singen fehlt uns allen. Trotzdem bleiben wir standhaft, drängeln oder jammern nicht. Rück­sicht nehmen lautet auch weiterhin die Devise in diesen Tagen.

Christine Jahn

Nun freuen wir uns auf den Sommer und sowohl der Urlaub vor der Haus­tür, oftmals belächelt, als auch die Ferien im eigenen Land zu verbringen, rücken in den Fokus. Urlaubs­ziele an die vermeintlich schönsten Orte in Deutschland werden uns momentan geradezu angepriesen. Sicherlich haben auch Sie in den letzten Wochen Schön­heiten in unserer Gegend entdeckt, die Sie noch vor einiger Zeit gar nicht kannten oder haben sich in diesem Jahr doch gegen eine Flug­reise entschieden. Wie auch immer, ich wünsche Ihnen eine schöne, erholsame, gesunde und gesegnete Sommer­zeit, eine Zeit zum Durch­atmen, zum Genießen der Natur, für Konzerte und Kultur, soweit möglich, und zum Besuch eines Gottes­dienstes, egal ob Open Air oder Indoor – alles auf Abstand, versteht sich. Mein herz­licher Dank gilt allen, die uns in diesen Zeiten begleiten und ermutigen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unserem „Sonder­ausgaben-Redaktions­team“. Danke, dass Sie und ihr dem Domboten das Kirchen­fenster erneut öffnet !

Christine Jahn, Vorsitzende des Kirchen­gemeinde­verbands




Wort zum Anfang

Reinhold Jordens-Höke

Liebe Leserin, lieber Leser !

Auch die Sommer­ausgabe des Gemeinde­briefes ist eine schmale Dreiblatt­sammlung: in der Mitte der aktuelle Gottes­dienst­plan, dazu Gruß­wort und Andacht, der Verweis auf die Ferien­programme für Kinder und Jugendliche, die seitens der Ev. Jugend Königslutter angeboten werden, ein Bericht zum aktuellen Stand der Verabredungen zu den Konfirmationen, die wir in diesem Jahr nicht in der Oster­zeit, sondern erst im Herbst feiern werden. Kurz und knapp sind die Vorab­informationen zum KU-Kurs 22.

Und: Herzlich danken möchten wir Ihnen für Ihre starke Unter­stützung bei der Kirch­geld­sammlung 2019.

Vervollständigt wird diese Ausgabe durch kurze Berichte und die Farb­fotos auf der letzten Seite: Sie zeigen Moment­aufnahmen von und Aktionen zu Pfingst­gottes­diensten in Rieseberg und in der Stifts­kirchen­gemeinde. Sie dokumentieren: insbesondere die Gottes­dienste im Freien finden guten Zuspruch. Und wir hatten Glück: Das Wetter spielte an diesen Tagen mit und zeigte sich vor allem von sonniger Seite. Zudem schön war's, wenn neben dem Orgel­spiel weitere Instrumente wie Gitarre oder Posaune erklangen, wenn ein Lied – in diesen Tagen selbst­verständ­lich und ausschließlich von einer Solo­stimme – gesungen wurde.

Hingegen spärlich war die Beteiligung bei manchen Gottes­diensten in der Kirche. Die aktuellen Bedingungen – mit Mund­schutz, Abstand und ohne Gemeinde­gesang – sind nicht wirklich attraktiv. Trotzdem hoffe ich auf Ihr Mittun: Bitte lassen Sie sich einladen zu unseren Gottes­diensten, dass es auch an den Sommer­sonntagen mehr als zwei oder drei sind, die sich in SEINEM Namen versammeln werden !

Weiterhin gilt, in Zeiten der Pandemie ist vieles nicht möglich: Gemeinde- und Musik­gruppen können sich nicht treffen, ausschließ­lich kleine Konzerte: Vieles fehlt. Andererseits haben bereits einige Taufen wieder statt­gefunden, weitere Taufen und auch kirch­liche Trauungen sind 2020 geplant. (Allerdings: Termine veröffent­lichen wir nicht. Die Teil­nehmer­zahl der Gottes­dienste ist weiterhin beschränkt und die beteiligten Familien sind froh über jeden freien Platz, der ihnen zur Verfügung gestellt werden kann).

Schließlich: Sommer ist Reise­zeit. Ich schätze, 2020 wird die Zahl derer, die zu Hause bleiben, deutlich höher sein als in den Vorjahren. Manche werden nicht ganz so lange und weniger weit unter­wegs sein. Allen, die Urlaub haben, wünsche ich eine gute und erholsame Zeit: Bleiben Sie gesund und behütet ! Gleiches wünsche ich Ihnen, die Sie im Juli und August fest im Arbeits­alltag einge­bunden sind.

Freundlichst grüßt Sie

Reinhold Jordens-Höke




Ute Meerheimb

Konfirmationen und Konfirmanden­unterricht

Nachdem die geplanten Konfirmationen im April und Mai aufgrund der Corona-Pandemie nicht gefeiert werden konnten, sind nun neue Termine angedacht. Wir gehen dabei von den bisherigen Bedingungen und Hygiene­vorschriften für gottes­dienst­liche Feiern aus. Es gilt der Mindest­abstand von 1,5 m, Hand­desinfektion, Betreten und Verlassen der Kirche nur mit Mund­schutz. Gemeinde­gesang ist nicht erlaubt. Bis zu vier Gesangs­solisten und Bläser sind jedoch gestattet.

In Sunstedt soll die Konfirmation am Sonntag, 6. September um 10 Uhr gefeiert werden, in der Stifts­kirche am Samstag, 12. September um 14 Uhr und Sonntag, 13. September um 10 Uhr.

In der Stadtkirche werden Konfirmations­gottes­dienste am Sonntag, 20. September um 9.30 und 10.45 Uhr, am Samstag, 26. September um 12.30 und 14 Uhr und am Sonntag, 27. September um 9.30 und 10.45 Uhr gefeiert.

In Boimstorf und Glentorf sind als Konfirmations­termine Sonntag, 20. September und Sonntag, 27. September im Gespräch.

In Scheppau wird es erst 2021 die nächste Konfirmation geben.

In Bornum, Lauingen und Rieseberg sind die Konfirmationen für Oktober geplant.

Der Unterricht für den neuen Konfirmanden­kurs KU 22 beginnt nach den Sommer­ferien, in Bornum nach den Herbst­ferien. Die beteiligten Familien werden vorab eine Einladung zu einem Eltern­abend erhalten.

Für Boimstorf, Glentorf, Groß Steinum, Rotenkamp, Rottorf, Scheppau und die Stadt­kirche findet der Elternabend am Donnerstag, 17. September 2020 um 19 Uhr statt.

Ute Meerheimb




Kindergarten Glentorf

Was passiert im Kindergarten ?

Am 16. März musste der Kinder­garten wegen der Corona-Pandemie geschlossen werden. In der Zwischen­zeit wurden auf dem Außen­gelände des Kinder­gartens ein neues Spiel­haus, zwei Reck­stangen und ein großes Sonnen­segel über der Wasser­pumpe aufgebaut. Aber leider fehlte das Wichtigste dazu: die Kinder, die die neuen Geräte erkunden sollten.

Erst ab dem 20. April wurde im Kinder­garten eine Not­gruppe eröffnet, sodass wenigstens ein paar Kinder die neuen Geräte nutzen konnten.

Wir alle haben sehn­süchtig auf den Start der gesamten Gruppe gewartet. Am 22. Juni war es dann so weit: Alle Freunde und Freundinnen haben sich endlich wieder­gesehen.

Leider musste die Abschluss­fahrt für die Schul­anfänger abgesagt werden. Aber wir freuen uns, dass im Juli wenigstens die Schul­anfänger­andacht, wenn auch im kleineren Kreis, statt­finden wird.

Alessa Schulze




Endlich wieder Gottesdienst – aber so ?!

Der Freude darüber, dass wir ab Mitte/Ende Mai erstmals nach einer langen Durst­strecke wieder Gottes­dienst feiern konnten, folgte schnell eine gewisse Ernüchterung: Warte­schlangen am Kirchen­portal, denn Namen und Telefon­nummern müssen angegeben und in Listen einge­tragen werden; Sitz­plätze werden uns zugewiesen, „Aufpasser“ sagen uns, wo es langgeht; abgesperrte Bank­reihen, bedrückend große Abstände zum Sitz­nachbarn; „Vermummung“ während des gesamten Gottes­dienstes. Und – was wohl das Schlimmste ist: kein gemein­sames Singen ! Christliche Gemein­schaft auf Spar­flamme. Muss das alles wirklich sein ?

Nur unter Einhaltung strenger Hygiene­regeln dürfen wir Gottes­dienste feiern. Anhand der Handlungs­empfehlungen der evangelischen Kirche in Deutschland und unserer Landes­kirche haben die Kirchen­vorstände Hygiene­pläne erarbeitet, die an die Gegeben­heiten in ihrer jeweiligen Kirchen­gemeinde angepasst wurden. Die uns über­tragene Verantwortung nehmen wir sehr ernst, denn schließ­lich hängt das Infektions­geschehen um uns herum maßgeblich von der gewissen­haften Umsetzung der empfohlenen Maß­nahmen ab. Die Dokumentation der Gottes­dienst­besucherinnen und -besucher und der zuge­wiesenen Sitz­plätze hilft uns im Infektions­fall, die Infektions­ketten zurück­zuverfolgen und einzu­grenzen. Damit auch beim Aufsuchen und Verlassen Ihres Platzes der Abstand zu den bereits Anwesenden einge­halten und die Teilnehmer­liste fort­laufend geführt werden kann, müssen die Plätze nach­einander in der fest­gelegten Reihen­folge besetzt werden. So kann es passieren, dass Sie leider nicht immer auf Ihrem angestammten Platz sitzen können.

Unter­suchungen zufolge können beim Singen sowie beim Husten oder Niesen Aerosole, das sind winzig kleine Tröpfchen in der Luft, Viren über größere Distanzen durch die Luft tragen. Sie sind auch nach mehreren Minuten noch in der Luft vorhanden und können von anderen einge­atmet werden. Deshalb sind beim Singen noch größere Abstände als nur die sonst üblichen 1,50 m nötig. Und Singen mit Maske ? Das ist nicht nur unan­genehm, sondern wegen der Behinderung der Atmung und der schnellen starken Durch­feuchtung der Maske nicht gesund ! Und genau Ihre Gesund­heit ist es, die uns am Herzen liegt und für die wir während der Gottes­dienste verant­wortlich sind !

Auch wenn einiges „anders“ und gewöhnungs­bedürftig ist – lassen Sie uns in Zeiten wie diesen durch vorsichtiges, rücksichts­volles Verhalten unsere Nähe zueinander und die Achtsam­keit aufeinander zum Ausdruck bringen und dennoch frohen Mutes zusammen Gottes­dienst feiern !

Ute Schmalbruch, KV-Vorsitzende Stiftskirche




„Abend ward, bald kommt die Nacht …“

Herzlich laden wir Sie ein zur sommerlichen Serenaden-Andacht am

Sonntag, 30. August 2020 um 17.30 Uhr im Innen­hof des Kreuz­gangs (Kaiserdom).

Musik und Wort zum Abend und zur Nacht von W. A. Mozart, F. Mendelssohn

Bartholdy, Robert und Clara Schumann, J. Brahms und L. Bernstein

mit Pröpstin Martina Helmer-Pham Xuan (Liturgie), Propstei­kantor Matthias Wengler (Klavier und Orgel) und einem musikalischen Überraschungs­gast




Ein Sommer für dich !

Hängst du in diesem Jahr den ganzen Sommer auch zu Hause herum ?

Oder den Groß­teil deiner Zeit ?

Wir auch ! Freizeiten, Urlaube und Zelt­lager sind abgesagt. Aber auch zu Hause werden wir es uns schön machen ! In den ersten drei Wochen der Sommer­ferien bieten wir eine bunte Auswahl verschiedener Aktionen an, z. B. am Gemeinde­haus der Stifts­kirche (Kaiserdom):

  • Kleine Workshop-Treffen bei denen gebastelt, gewerkelt und gespielt wird (z.B. Batiken, Mini­biotope, Bienen­hotels …)
  • Erlebnis­rallyes für die ganze Familie
  • Action­bounds/Rallyes mit dem Smart­phone
  • kleine Aufführungen und Klein­kunst für Kinder
  • Aktionen für Teamende
  • Hüpfburg-Aktionen für einzelne Familien
  • … und was uns sonst noch so einfallen wird !

Alle Angebote werden unter Einhaltung aktueller Abstands- und Hygiene­regelungen statt­finden ! Deshalb wird es bei den einzelnen Aktionen immer nur kleine Gruppen geben und wir brauchen in der Regel eine Anmeldung von euch !

Was wir ganz konkret machen und wie du dich anmelden kannst, findest du auf unserer Homepage:

evj-koenigslutter.de unter „Sommer­ferien­programm“.

Du kannst dich ab dem 01.07.2020 für die Aktionen anmelden.

Sonja Höhne, Niels Respondek & Juliane Müller

Diakon*innen der Ev. Jugend Königslutter in der Propstei Königslutter




Online-Gottesdienste

Alle zwei Wochen bieten wir einen Online-Gottes­dienst über unseren Youtube-Kanal an.

Unter youtube.evj-koenigslutter.de ist schon eine schöne Auswahl zu finden.

Die Gottes­dienste entstehen, indem Jugend­liche einzelne Teile der Gottes­dienste zu Hause aufnehmen und aus den einzelnen Teilen dann ein „großes Ganzes“ bilden. Also, einfach mal rein­schauen !

Juliane Müller, Jugenddiakonin




Matthias Wengler

Kirchenmusik

„Immerhin“

– möchte man fast ausrufen: Musik im Gottes­dienst ist seit Mitte Mai wieder erlebbar, auch wenn das gemein­same Singen nach wie vor nicht möglich ist. Auch in den kommenden Wochen sind wir leider noch vielen Einschränkungen unter­worfen. Auf die abgesagten Konzerte in der Stadt­kirche bis zum Ende der Sommer­ferien hatte ich bereits in der letzten Ausgabe hinge­wiesen, mittler­weile sind auch die beliebte „Sommer­nacht am Kaiserdom“ (31. Juli und 1. August) und die Inter­nationalen Orgel­wochen (28. Juni bis 30. August) in der Stifts­kirche abgesagt worden.

Wir hoffen sehr, dass wir nach der Sommer­pause ab Oktober wieder mit musikalischen Angeboten starten können. Hierzu informieren wir Sie rechtzeitig über die Tages­presse und sowie im nächsten Gemeinde­brief. Bis dahin versorge ich Sie weiter weiterhin gerne mit Musik­tipps über den News­letter „Musik in schwierigen Zeiten“, den Sie auf der Website der Propstei finden:
www.propstei-koenigslutter.de.

Mittler­weile steuern wir bereits die 40. Folge an, und aus zahl­reichen Rück­meldungen weiß ich mittler­weile, dass die Abwechslung so groß ist, dass für jeden etwas dabei ist. Lassen Sie sich gerne weiter­hin von Musik begeistern.

Kommen Sie alle gut durch den Sommer und bleiben Sie gesund !

Matthias Wengler, Propstei­kantor




Kirchgeld 2019 – Wir sagen DANKE !

Auch im Jahr 2019 haben wir alle volljährigen Gemeinde­glieder um einen frei­willigen Kirchgeld­beitrag gebeten. Ihre Spenden werden für die Zwecke verwandt, die der Kirchen­vorstand Ihrer Heimat­gemeinde zuvor fest­gelegt und bekannt gemacht hat.

Wir bedanken uns für Ihr Vertrauen und die starke Unter­stützung !

Die Kirchgeldsammlungen (die Zahlen von 2018 in Klammern) ergaben für:

Boimstorf: € 1.135,00  (€ 916,00)

Glentorf: € 1.563,10  (€ 1.722,75)

Lauingen: €    513,00  (€ 558,00)

Rieseberg: €    450,00  (€ 343,00)

Scheppau: € 2.390,00  (€ 2.309,00)

Stiftskirche: € 6.774,00  (€ 6.531,00)

Bornum: €    370,00  (€ 866,11)

Groß Steinum: € 1.075,00  (€ 1.260,00)

Rotenkamp: €    877,50  (€ 1.270,00)

Rottorf: € 1.440,00  (€ 1.127,00)

Stadtkirche: € 3.252,00  (€ 3.544,00)

Sunstedt: € 1.230,00  (€ 635,00)




Robert U. Giesecke

Andacht

Es ist gute Tradition, dass wir Ihnen mit der Sommer­ausgabe eine prächtige Ferien­zeit wünschen. Ich möchte diese Gewohn­heit beibe­halten. Auch wenn die Reisen in diesem Jahr nicht so weit gehen werden, so können wir uns doch in der Regel auf den Weg machen. Wir haben noch einmal Glück gehabt. Die behördlichen Maß­nahmen haben gewirkt. In früheren Zeiten hätte der Tod reiche Ernte gehalten.

Aber leider finden nun manche Verschwörungs­theorien ihre Anhänger. Es wird viel dummes und wirres Zeugs verbreitet. Manch einer meint, Bill Gates hätte das Virus auf den Weg gebracht, andere sehen die Bilder­berger am Werk und noch andere meinen, das Virus gäbe es gar nicht. Alles sei eine große Verschwörung von dunklen Kräften, um eine Diktatur zu errichten oder was sonst auch immer.

Ein Virus und seine Bekämpfung ist für manche Menschen nicht nach­vollziehbar und viel zu abstrakt. Da muss etwas Hand­festes her, wogegen man demonstrieren und krakeelen kann. Aber auch hier gilt: nichts Neues unter der Sonne. Als im Mittel­alter die Pest auftrat, brachten Wutbürger die Juden damit in Verbindung. Die Juden hätten die Pest erfunden. Das war zwar völliger Unfug, aber manche Menschen hatten eine Möglich­keit gefunden, ihre Angst in Wut umschlagen zu lassen. Die jüdischen Mitbürger wurden umgebracht oder vertrieben, doch die Pest blieb davon unbe­eindruckt. Als schließlich weitere Pest­wellen kamen, blieben die Verschwörungs­theorien auf der Strecke.

Ich finde es erschreckend, wie leicht auch in unseren angeblich aufgeklärten Zeiten unter dem Anstrich der Zivilisation Paranoia und dummes Gerede wieder hervor­brechen können. Die fürchter­lichen Vereinfacher, die Wichtigtuer, die sich in Andeutungen und Gerüchten ergehen, betreiben ein destruktives Geschäft. Christen sollten hier nicht mitmachen. Gott hat uns die Vernunft geschenkt. Krank­heiten gefährden unser Leben. Dazu gehören auch Pandemien. Es bedarf dazu keiner Verschwörungen und keiner geheimen Welt­regierung. Wir sind einfach sterbliche Wesen.

Corona scheint in Westeuropa unter Kontrolle und einge­dämmt zu sein. Manche Krebs­erkrankungen und andere schlimme Leiden töten aber im Stillen weiter. Ich fände es toll, wenn für eine Erhöhung der staat­lichen Forschungs­mittel für Grund­lagen­forschung demonstriert würde. Auch wenn niemand weiß, wie schließlich die Resultate sein werden. Hier sollte die Liebe zu den Menschen zählen und nicht eine Gewinn­rechnung. Und zur Ergänzung: das gilt auch ähnlich für alle Kreatur.

„Die Welt vergeht mit ihrer Lust, wer aber den Willen Gottes tut, bleibt in Ewig­keit“ (1. Johannesbrief 2, 17).

Eine gute Urlaubs­zeit wünscht Ihnen

Pfarrer Robert U. Giesecke, Bornum




Pfingsten 2020 – mit Abstand gefeiert

Pfingst­sonntag am Dom

Pfingstsonntag unter dem Blätterdach der alten Linde im Kreuzganginnenhof des Kaiserdoms

Pfings­tsonntag unter dem Blätter­dach der alten Linde im Kreuz­gang­innenhof des Kaiserdoms

Pfingst­sonntag in Rieseberg

Pfingstsonntag in Rieseberg

Rieseberg feiert Gottes­dienst im Freien. Die Teil­nehmenden haben sich über den Dorf­platz verteilt.

Der Gottes­dienst war mit ungefähr 45 Teil­nehmenden ein voller Erfolg …

Pfingstsonntag in Rieseberg

… und nach dem Gottes­dienst in Rieseberg wurden die von den Kinder­garten­kindern bemalten Steine vor der Kirche ausgelegt.

Alle Fotos: privat