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Kanzel

Kanzelworte

Hier sind in laufender Abfolge die Predigten zu finden, die in den letzten Wochen von Pfarrer Dr. Martin Senftleben in Gottes­diensten gehalten wurden.

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Predigt zum Letzten Sonntag nach Epiphanias
21. Januar 2018 in der Stiftskirche (Kaiserdom) zu Königslutter

von Pfarrer Dr. Martin Senftleben

Ichthys

Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus, war auf der Insel, die Patmos heißt, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus. Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn und hörte hinter mir eine große Stimme wie von einer Posaune, die sprach: Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden: nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamon und nach Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea.

Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen; und er hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot; und er legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle. (Offb 1, 9-18)

Liebe Gemeinde!

„Ich, Johannes, euer Bruder und Mitgenosse an der Bedrängnis und am Reich und an der Geduld in Jesus“ – was für eine Anrede! Mich beeindruckt, wie der Seher mit wenigen Worten so viel zum Ausdruck bringt. Solch einen Menschen wünscht man sich an seine Seite.

Bruder – das ist er ja eigentlich nicht, zumindest nicht nach dem Fleisch, mal ganz abgesehen davon, dass er vor fast zweitausend Jahren gelebt hat. Aber er ist und bleibt Bruder, weil er ein Kind Gottes ist, und vor allem, weil er sich selbst als Kind Gottes sieht, so wie wir uns durch die Taufe auch als Kinder Gottes sehen dürfen. Auf diese Weise sind wir miteinander verwandt, auch über die Zeit hinweg.

Mitgenosse an der Bedrängnis – er sitzt auf einer Insel, was soll er denn Bedrängnis leiden? Nun, die Insel ist klein und hat nur wenig Vegetation, es ist dort ein spärliches Leben. Und so viel wir von Johannes wissen, war er dorthin verbannt worden, die Insel war sein Gefängnis.

Er schreibt ja, dass er um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses von Jesus auf dieser Insel war. Das ist Bedrängnis. Er fühlt mit seinen Glaubensgenossen, die allerdings noch ganz andere Formen der Bedrängnis erleiden. Er ist Mitgenosse an der Bedrängnis, weil er mitleidet, wenigstens im Geist.

Mitgenosse am Reich – in einem Atemzug mit der Bedrängnis ist da plötzlich vom Reich die Rede. Gemeint ist natürlich das Reich Gottes. Ich stelle mir vor, was Johannes am Ende über das himmlische Jerusalem schreibt: „Gott wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.“ Das ist das Reich, das ganz im Gegensatz steht zur eben noch genannten Bedrängnis. Freiheit, die weit über räumliche Freiheit hinausgeht; Freiheit von allem, was uns bedrängt, was uns Angst macht. Mitgenosse am Reich.

Und schließlich:

Mitgenosse an der Geduld in Jesus – hier verbinden sich die beiden Gegensätze, Bedrängnis und die Freiheit des Reiches Gottes. In Jesus wurde beides offenbar: das Leid menschlicher Existenz genauso wie seine Überwindung. Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen. Ganz nah! Habt nur ein wenig Geduld. Geduld in Jesus.

Ist es nicht doch schon sehr lang geworden, mag man fragen – immerhin zweitausend Jahre!?

Aber was sind schon zweitausend Jahre? „Tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, und wie eine Nachtwache“ (Ps 90, 4), so heißt es im 90. Psalm, und wenn man spitzfindig sein will, so kann man daraus schließen, dass für Gott seither mal gerade zwei Tage und Nächte verstrichen sind. Was ist das schon? Habt nur ein wenig Geduld.

Ja, der Johannes wirkt allein durch diese kurze Vorstellung schon sympathisch, auch wenn sein Buch der Offenbarung einem manchmal wie ein Buch mit sieben Siegeln erscheint.

Hier, am Anfang seines Buches, schreibt er davon, wie er am Tag des Herrn, also einem Sonntag, vom Geist ergriffen wurde und all das sah, was Menschen über die Jahrhunderte immer wieder auf’s Neue bewegt hat.

Was, wenn er es für sich behalten hätte? Aber die Verbreitung dessen, was er sieht, gehört ja zu seinem Auftrag, der jetzt an ihn ergeht: „Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es an die sieben Gemeinden …“

Johannes sieht etwas – er halluziniert, würden die meisten Menschen heute wohl sagen. Es ist ein Hirngespinst, etwas, das das Gehirn hervorbringt, weil die Schaltkreise darin nicht ganz richtig funktionieren. Aber ist das wirklich so? Und selbst wenn es so wäre: diese Visionen haben nicht nur Menschen bewegt, sie haben auch unzähligen Menschen in schweren Situationen geholfen, sie haben ermutigt, sie haben Hoffnung gemacht, sie haben neue Wege eröffnet. Sollte das nicht ein Geschenk Gottes sein?

Und überhaupt: ist nicht alles, was mit uns geschieht, letztlich doch inbegriffen in den großen Plan, den Gott für seine Schöpfung hat? Liegt nicht alles in seiner Hand?

Am Anfang hört Johannes nur eine Stimme. Er hätte sich die Ohren zuhalten können, er hätte weggehen können, aber er will wissen, wer da zu ihm redet.

Was er sieht, nachdem er sich umwandte, ist nicht nur diese Gestalt, die er dann zu beschreiben versucht – es ist der Plan Gottes, der sich da vor ihm ausbreitet, wenn auch nur in Bildern, die eher andeuten als beschreiben.

Dass er sich umwenden muss, um sehen zu können, mag eine Bedeutung haben. Es weist vielleicht darauf hin, dass die Anrede Gottes nicht immer direkt erfolgt, dass sie eine Antwort erfordert, auch wenn diese Antwort nur eine halbe Umdrehung ist; wenn Gott uns anruft, dann ist es an uns, uns nach ihm auszurichten, hinzuhören und hinzuschauen.

Erst dann, wenn wir reagieren, können wir auch einen Blick hineinwerfen in das Reich Gottes, das uns doch schon so nahe gekommen ist.

Das Bild, das sich vor Johannes’ Augen aufbaut, wirkt sehr konkret. Es ist, als hätte man alles hinter ihm wie ein Bühnenbild aufgestellt, und jetzt muss er nur noch beschreiben, was er da zu sehen bekommt.

Oder befand er sich vielleicht in einer Kirche? Aber damals gab es noch keine Kirchen, und was es auf der Insel Patmos an Gebäuden gab, war wohl eher spärlich und wenig eindrucksvoll.

Dieses Bild aber: es ist überwältigend. Wenn Johannes in einer Kammer gesessen hat, dann öffnet sich diese Kammer jetzt in unendlicher Weite. Die Herrlichkeit Gottes strahlt durch diese Schilderung hindurch.

Ganz nebenbei, so scheint es, wird mit Hilfe der Symbolik noch so manches andere vermittelt, was sich uns heute nicht ohne Weiteres erschließt. Die Menschen damals lebten mit solchen Symbolen und konnten darum auch sogleich etwas damit verbinden.

Sieben Leuchter: da gibt es den Bezug zu den zuvor genannten sieben Gemeinden. Warum eigentlich sieben Gemeinden, warum gerade diese sieben Gemeinden?

Die Sieben ist die Zahl der Vollkommenheit, der Fülle, aber sie setzt sich auch zusammen aus der vier und der drei, der Zahl der Schöpfung und der Zahl Gottes, stellt also eine Verbindung her zwischen Gott und seiner Schöpfung.

Die Sieben weist gerade in der Bibel hin auf das neue Zeitalter, das mit Jesus Christus angebrochen ist. Während zuvor die Menschen durch ihre Hybris, ihr „Wie-Gott-Sein-Wollen“, von Gott getrennt lebten und nur vergeblich versuchen konnten, die ursprünglich gewollte Verbindung zu Gott wieder herzustellen, hat jetzt Gott selbst diesen Schritt unternommen und breitet seine Arme aus, anstatt sie abwehrend zu verschränken.

Die sieben Gemeinden weisen durch ihre Zahl auf dieses neue Zeitalter hin, auf die Verbindung zwischen Schöpfer und Schöpfung. Es geht nicht um eine Beschränkung der Offenbarung auf einen kleinen Kreis der christlichen Gemeinden, denn die Sieben ist die Zahl der Fülle, der Vollkommenheit, und meint die ganze christliche Kirche in ihrer Vielfalt.

Dazu kommt: Wenn man die Gemeinden auf der Landkarte miteinander verbindet, gewinnt man den Eindruck eines Dreiecks, das das Symbol der Trinität ist und wiederum auf Gott hinweist – die Verbindung der christlichen Gemeinde untereinander stellt gewissermaßen die Verbindung zu Gott her.

Die Sieben spielt für die Offenbarung immer wieder eine wichtige Rolle, und sie taucht ja auch in dieser ersten Vision noch einmal auf, wenn von den sieben Sternen in der Hand des Menschensohnes die Rede ist. Insgesamt haben wir es in unserem kurzen Predigttext schon dreimal mit der Sieben zu tun!

Aus dem Mund des Menschensohnes geht ein Schwert hervor, zweischneidig und scharf. Das weist auf die Kraft seiner Worte hin. Sie haben trennende Wirkung: da gibt es die einen, die darauf hören und sich danach richten, und da gibt es die anderen, die mit seinen Worten nichts anfangen können und auch nichts anfangen wollen.

Das Wort dieses Menschensohnes kann auch vernichtend sein. Das Bild von zweischneidigen Schwert weist auf das Gericht Gottes hin, das das endgültige Ende des alten Zeitalters darstellt.

Johannes ist von dieser Erscheinung überwältigt und fällt nieder vor seine Füße – Zeichen äußerster Demut. Wie anders soll er auch auf die Begegnung mit dem Allmächtigen reagieren?

Was dann folgt, finde ich spannend: Es ist nicht nur ein Wort, das den Propheten wieder aufrichtet. Der, den Johannes mit einem Menschensohn vergleicht, legt seine rechte Hand auf ihn.

Mir fällt hier die Berührung als ein wichtiges Element der Begegnung auf. Es ist die beruhigende Hand der Mutter, die dem verängstigten Kind das Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit vermittelt. Es ist die Hand des Vertrauens, die sich dem anderen öffnet und damit anzeigt: du brauchst keine Angst zu haben, ich komme zu dir in Frieden.

Wenn Gott dem Menschen begegnet, dann ist es manchmal solch eine Berührung, die uns aufmerksam werden lässt. Wir werden angerührt von der Hand des Engels, einer guten Hand, die uns den Frieden verkündigt.

„Fürchte dich nicht!“ (Offb 1, 17), das sind die ersten Worte nach dieser Berührung, Worte, die schon so oft aus dem Mund Jesu hervorgegangen waren, weil die Jüngerinnen und Jünger es einfach nicht begreifen konnten, wenn die Majestät Gottes in Jesus sichtbar wurde.

„Fürchte dich nicht!“, denn Gott will bei uns wohnen. Schöpfer, wie kommst du uns Menschen so nah!

Und dann erst folgt die Erklärung dieses Bildes, obwohl wir es längst erkannt haben: „Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle.“ (Offb, 1, 17-18)

Fürchte dich nicht, ich bin’s, ich war tot, doch ich lebe und habe dem Tod und der Hölle die Macht genommen! Jetzt kann kommen was will: ich habe den Sieg bereits errungen!

Das ist der Trost des Evangeliums! Denn der Tod ist überwunden, er hat keine Macht mehr. Darum: Fürchte dich nicht!

In der Feier des Abendmahls ist es uns geschenkt, dass wir dieses Bild gewissermaßen in uns aufnehmen. Der Erste und der Letzte und der Lebendige schenkt sich uns in den Gaben von Brot und Traubensaft.

Mögen wir das heilsame Handeln Gottes in und an uns erfahren.

Amen

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Predigt zum 1. Sonntag nach Epiphanias
7. Januar 2018 in der Stiftskirche (Kaiserdom) zu Königslutter

von Pfarrer Dr. Martin Senftleben

Ichthys

Seht doch, liebe Brüder, auf eure Berufung. Nicht viele Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene sind berufen. Sondern was töricht ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er die Weisen zuschanden mache; und was schwach ist vor der Welt, das hat Gott erwählt, damit er zuschanden mache, was stark ist; und das Geringe vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt, das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist, damit sich kein Mensch vor Gott rühme. Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, der uns von Gott gemacht ist zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung, damit, wie geschrieben steht (Jeremia 9,22.23): «Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn!» (1. Kor 1, 26-31)

Liebe Gemeinde!

Kennen Sie noch das heitere Beruferaten mit Robert Lembke? Ich habe diese Sendung in meiner Jugend genossen. Der Gast machte eine Geste mit der Hand, die er in seiner beruflichen Tätigkeit häufiger ausübte, und dann ging das Fragen los, wobei man oft über die Formulierung der Fragen schmunzeln musste.

5 Mark bekam der Gast für jede Frage, die mit Nein beantwortet wurde, in sein „Schweinderl“. Nach 10 Fragen, die mit „Nein“ beantwortet wurden, war dann Schluss. Mit mehr als 50 Mark ging der Gast also nicht nach Hause. Aber darauf kam es ja nicht an, sondern es ging um den Beruf dieses Menschen.

Und das war eigentlich neben den Fragen das Schönste an dieser Fernsehshow, den Beruf des Gastes kennen zu lernen. Der wurde dann nämlich in einem kurzen Film vorgestellt. Und oft kannte man diesen Beruf bis dahin noch gar nicht.

Wie kommt man zu seinem Beruf? Heutzutage ist es in der Regel so, dass man noch als Schüler zur Berufsberatung geht, die nach verschiedenen Tests und Befragungen Empfehlungen ausspricht. Letztlich aber entscheidet man selbst, welchen Beruf man erlernen möchte.

Doch dabei bleibt es nicht. Nach der Ausbildung ist es ja heutzutage längst nicht mehr sicher, ob man auch in den ausbildenden Betrieb übernommen wird. Manche wollen sich ohnehin noch weiterbilden und spezialisieren.

Andere aber fangen ihre Karriere mit der Arbeitssuche an. Und manchmal muss man feststellen, dass der Beruf, für den man sich ausbilden ließ, keine wirklichen Zukunftschancen hat.

Dann sucht man sich eine Stelle, in der man mit der Ausbildung, die man hinter sich gebracht hat, halbwegs zurecht kommt, oder man muss sich umschulen lassen.

Während man früher sein ganzes Leben im erlernten Beruf und in der gleichen Firma arbeitete, wechselt man heutzutage zumindest den Arbeitgeber öfter, häufig ändert sich auch die berufliche Tätigkeit.

Das, was man als Beruf bezeichnet, ist nicht mehr statisch, sondern einem stetigen Wandel unterzogen, und natürlich sind auch die Anforderungen, die heute an einen Beruf gestellt werden, ganz andere als etwa vor 50 Jahren.

Beruf – darin steckt das Wort „berufen“. Berufen, das kann sowohl passiv als auch aktiv gebraucht werden. Ich kann jemanden berufen, oder ich werde berufen. Im Blick auf den Beruf ist eher die passive Bedeutung gemeint. Das ist meine Beruf, dazu wurde ich berufen. Jemand anders hat mich gerufen, das zu tun.

Aber das stimmt dann doch eigentlich nicht, denn den Beruf suche ich mir ja selber aus. Ich bin also kein Berufener, höchstens noch dadurch, dass der Arbeitgeber mir eine Stelle in seinem Betrieb gibt.

Früher war das anders: die Kinder nahmen den Beruf des Vaters an, sie konnten und wollten sich dagegen nicht wehren. Da konnte man schon eher von Berufung reden, und von daher hat das Wort „Beruf“ ja auch seinen Ursprung.

Nun redet auch Paulus von einer Berufung. „Seht doch auf eure Berufung“, (1. Kor 1, 26a) sagt er.

Was er damit genau meint, ist anfangs gar nicht so klar. Es scheint, dass er tatsächlich den Beruf meint, den die Gemeindeglieder ausüben – also z.B. Bäcker, Gärtner, Schuster oder so was. Denn er führt dann ja aus: „nicht viele Mächtige, nicht viele Angesehene, nicht viele Weise nach dem Fleisch sind berufen“ (1. Kor 1, 26b).

Er schaut also zunächst auf den Beruf der Gemeindeglieder und sagt: ihr seid eigentlich nichts Besonderes, ihr ragt nicht aus der Masse heraus, ihr seid nicht die Elite der Menschheit.

Wir wissen, dass die ersten Christen eher zu den sozialen Randgruppen gehörten. Viele Sklaven, Bauern und Handwerker wurden Christen, eben die Unterschicht der Gesellschaft.

Der Blick auf den weltlichen Beruf dient dem Paulus aber nur dazu, die eigentliche Berufung näher zu begründen und zu erläutern.

Ihr seid von Gott Berufene. Und jetzt schaut nochmal zurück, was ihr seid – von woher ihr berufen seid.

Gott schaut nicht auf das Äußere. Er sucht sich nicht die Creme de la Creme aus – zumindest soweit man das nach menschlichen Maßstäben so sagen würde.

Die christliche Gemeinde besteht nicht aus Firmenchefs, aus Millionären, aus Präsidenten, Kanzlern, Ministern, Fußballprofis usw. obwohl sicher einige von ihnen der Kirche angehören. Aber die Mehrheit sind einfache Menschen, die in Politik, Sport und Wirtschaft, also „in der Welt“, keine so große Rolle spielen und über deren Aktivitäten die Medien kein Wort verlieren würden: Schichtarbeiter, Handwerker, Hausfrauen, Hausmänner, Hilfskräfte, Arbeitslose, Kranke, Rentner.

Das sind zwar längst nicht alle, aber das ist die Mehrheit der Gemeinde, die von Gott berufen ist.

„Was töricht ist vor der Welt“, so formuliert es Paulus.

Man sagt eigentlich niemandem, dass er dumm ist. Denn das wird als Beleidigung aufgefasst, selbst dann, wenn es stimmt.

Aber wer entscheidet denn, was dumm ist und was nicht? Niemand würde auf die Idee kommen, ein Kind als dumm zu bezeichnen, das sich beim ersten Versuch, selbst aus einem Becher zu trinken, den ganzen Inhalt des Bechers über sein Gesicht gießt.

Man würde auch nicht einen alten Menschen, der an Demenz leidet und sich an nichts mehr erinnern kann, als dumm bezeichnen, weil er ratlos in das Gesicht seiner Tochter schaut und sich nicht an ihren Namen erinnert.

Aber wenn man einen ganz sachlichen Maßstab anlegen würde, würde es ja für beide stimmen. Das Kind ist noch nicht einmal in der Lage, ordentlich zu trinken. Und der alte Mensch kriegt nichts mehr ordentlich auf die Reihe. Beide könnten selbständig gar nicht existieren – also sind sie unnütz, töricht, dumm.

Vor der Welt seid ihr töricht – genau darauf will Paulus hinaus: nach dem Maßstab, den die Welt ansetzt, seid ihr dumm, missachtet, nichts Besonderes.

Ihr seid nicht viel wert. Höchstens taugt ihr als Steuerzahler und als Wähler, und als solche bekommt man schon noch etwas Aufmerksamkeit. Aber das war’s dann auch schon.

Aber für Gott sieht das ganz anders aus. Er hat andere Maßstäbe. Anstatt der Elite hat er Euch erwählt. Und das bedeutet: ihr seid wichtig. Jede und jeder Einzelne. Ihr seid nicht nur wichtig, sondern ihr seid etwas Besonderes. Ihr seid erwählt von Gott, um das, was etwas zu sein scheint, zunichte zu machen.

Dabei geht es natürlich nicht darum, Menschen zu vernichten. Es geht darum, den Blickwinkel zurecht zu rücken. Während die einen von oben nach unten schauen, schauen die anderen von unten nach oben.

So soll es nicht sein. Sondern alle sollen geradeaus schauen können. Niemand ist besser als der andere, niemand ist höher oder niedriger. Der Bundespräsident nicht, der Firmenchef nicht, der Millionär nicht, der Fußballprofi nicht. Sie sind vor Gott alle gleich.

Was auch immer man für eine tolle Leistung vollbracht hat (und man kann sich ja wirklich manchmal fragen, was für eine tolle Leistung diese oder jene Person eigentlich vollbracht hat, dass sie jetzt so eine herausragende Stellung innehat), es spielt vor Gott keine Rolle.

Ihr, liebe Gemeinde, jede und jeder Einzelne, seid in Gottes Augen etwas Besonderes. Mehr als jene Prominenz.

Aber wir sind es nicht aus uns selbst heraus, weil wir so toll sind, weil wir so viel können und es dann auch noch gut machen, sondern wir sind es, weil Gott uns dazu macht, weil wir von ihm berufen sind, weil er uns erwählt hat, seine Kinder zu sein.

Und das kann jeder einzelne hier von sich sagen: ich bin Gottes Kind. Das ist meine Berufung. Das macht mich zu etwas Besonderem. Das macht Sie, jeden einzelnen von Ihnen, zu etwas Besonderem. Weil Gott uns dazu berufen hat.

Diese Erkenntnis soll uns aber nicht überheblich werden lassen. Dann wären wir ja nicht besser als die Welt. Wir sind es, wie gesagt, nicht aus uns selbst heraus, sondern weil Gott uns dazu berufen hat. Es ist, im wahren Sinn des Wortes, unser Beruf, Christ zu sein.

„Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn.“ (1. Kor 1, 31) sagt Paulus, indem er Worte des Propheten Jeremia aufnimmt.

Dass das manchmal schwer fällt, ist wohl wahr. Denn wir wollen ja alles aus Gottes Hand erwarten, müssen aber feststellen, dass uns vieles verwehrt bleibt.

Die Beförderung z.B. bleibt ein Traum – ein anderer ist mal wieder vorgezogen worden. Nicht immer wird eine Krankheit geheilt. Der Tod nimmt liebe Menschen von uns. Die Rente reicht nicht. Die Bewerbung war mal wieder erfolglos.

Wie kann man da Gott rühmen?

Nun, wir können ihn rühmen, weil er uns erwählt hat, zu seinem Volk dazu zu gehören durch Jesus Christus. Und weil wir darauf vertrauen können, dass er alles zum Guten wendet, egal, wie schlecht es zur Zeit steht.

Und da ist noch eins: meist bemühen wir uns ja selbst um eine Besserung der Situation, ohne dabei daran zu denken, dass Gott an unserer Seite steht. Indem wir uns auf uns selbst verlassen, haben wir ja schon vergessen, was es heißt, von Gott berufen zu sein. Wir verfehlen unseren Beruf, unsere Berufung, wenn wir glauben, alles allein schaffen zu müssen.

In allem, was ich tue, ist Gott mit am Werk. Das Gelingen liegt in Gottes Hand. Dass uns das immer neu bewusst wird, dazu helfe uns Gott durch seinen Geist.

Amen

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Predigt zum Neujahrstag
(Tag der Beschneidung und Namengebung Jesu)
1. Januar 2018 in der Stiftskirche (Kaiserdom) zu Königslutter

von Pfarrer Dr. Martin Senftleben

Ichthys

Nachdem Mose, der Knecht des HERRN, gestorben war, sprach der HERR zu Josua, dem Sohn Nuns, Moses Diener: Mein Knecht Mose ist gestorben; so mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Israeliten, gegeben habe. Jede Stätte, auf die eure Fußsohlen treten werden, habe ich euch gegeben, wie ich Mose zugesagt habe. Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein. Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose gewesen bin, so will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen. Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land austeilen, das ich ihnen zum Erbe geben will, wie ich ihren Vätern geschworen habe. Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht davon, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du es recht ausrichten kannst, wohin du auch gehst. Und lass das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern betrachte es Tag und Nacht, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem, was darin geschrieben steht. Dann wird es dir auf deinen Wegen gelingen, und du wirst es recht ausrichten. Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. (Jos 1, 1-9)

Liebe Gemeinde!

Wenn man bedenkt, was für einen geschichtlichen Hintergrund unser Predigttext hat, kann es einem schon eiskalt den Rücken runterlaufen. Da kann es noch so viele tröstliche Zusagen geben: es steht die blutige Eroberung eines Landes bevor.

Im Zug dieser Eroberung wird Gott erkannt als der Mächtige, der seinem Volk beisteht.

Diese Geschichte erinnert an das „Gott mit uns“, mit dem die Soldaten – nicht nur unsere – in den Krieg zogen. Es erinnert an grausame Feldzüge, die im Namen Gottes durchgeführt wurden und denen unzählige Menschen zum Opfer gefallen sind.

„Von der Wüste bis zum Libanon und von dem großen Strom Euphrat bis an das große Meer gegen Sonnenuntergang, das ganze Land der Hetiter, soll euer Gebiet sein.“ (Jos 1, 4)

Das ist die Verheißung für ein heimatloses Volk, das bis dahin nur in Zelten und davor in der Knechtschaft gelebt hatte. Solche Worte machen Mut und Hoffnung, vor allem, wenn man heimatlos ist. Aber was ist mit denen, die bisher in dem versprochenen Land gelebt haben?

Das Buch Josua erzählt von der Eroberung und Zerstörung Jerichos und anderer Städte sowie davon, wie das ganze Land Kanaan durch die Israeliten eingenommen wird.

Dabei ist anzunehmen, dass es nicht ganz so dramatisch zuging, wie es das Buch Josua schildert. Man will ja mit der Erzählung Gottes Handeln für sein Volk groß machen. Es soll deutlich werden, dass Gott seinem Volk einen völligen Neuanfang ermöglicht, und es soll deutlich werden, dass er ein mächtiger Gott ist.

Heute geht man davon aus, dass sich die Israeliten zum größten Teil mit den Bewohnern des Landes arrangierten, d.h. die Landnahme, wie man es auch nennt, ereignete sich nicht mit einem Schlag. Langsam durchdrang das Volk Israel, getragen durch die eigene Geschichte, das neue Land und drängte dabei die bisherigen Bewohner ins Abseits bzw. assimilierte sie.

Das wird auch bestätigt, wenn man die weitere Entwicklung des Gottesvolkes verfolgt, denn die Herausforderung, die durch die Verehrung der lokalen Gottheiten entstand, kann ja nicht aus dem Nichts hervorgehen. Es waren noch Menschen da, die in dieser fremden Religion der Aschera, des Baal oder der Astarte verwurzelt waren.

Dennoch bleibt es ein Text, der Machtansprüche geltend macht gegenüber Menschen, die natürlich selbst auch ein Recht auf Leben und die dazu nötige Grundlage, das heißt Landbesitz, haben.

Was macht also solch ein Text an einem solchen Tag im Gottesdienst?

Die Zusage des Trostes ist eine Zusage, die die Angst vor der Mehrheit der Feinde nehmen soll. Es geht im Predigttext natürlich um den bevorstehenden Krieg, die Überwältigung derer, die dort leben. So ist es ja auch dem Volk Gottes verheißen worden. Es geht um das „Gott mit uns“, das die Soldaten begleitete.

Wir können den Text davon eigentlich nicht lösen, und müssen es doch tun, denn sonst könnte er für uns nicht fruchtbar werden.

Die Bibel ist ein Buch der Geschichte im doppelten Sinn. Das, was die englische Sprache durch die Worte „history“ und „story“ unterscheidet, wird bei uns mit dem gleichen Wort belegt, auch wenn wir das Wort „Historie“ kennen. Aber es ist eben alles „Geschichte“.

Und die Bibel erzählt Geschichte. Sie erzählt die Geschichte Gottes. Sie erzählt die Geschichte der Menschen. Und sie erzählt die Geschichte Gottes mit den Menschen. Dabei verflechten sich unweigerlich real Erlebtes mit dem Erfahrenen, das weit über das tatsächlich Erlebte hinaus geht.

An einem Beispiel will ich versuchen, es zu verdeutlichen.

Nehmen wir die Geschichte zweier Liebender. Wenn sie sich küssen, sagt der Historiker: „sie küssten sich“. Damit hat er alles gesagt. Der Geschichtenerzähler aber berichtet: „Als sie sich küssten, durchwogte ein sanfter Schauer ihre Körper. Sie drängten sich näher zueinander, als wollten sie sich nie wieder voneinander trennen. Wo es dunkel war, wurde es plötzlich hell. Alle Last, jeder Zweifel fiel von ihnen ab; es war, als schwebten sie auf Wolken.“

Beides ist richtig: die Feststellung des Historikers genauso wie die Schilderung des Geschichtenerzählers. Aber der Historiker sieht nur, was sich auch definitiv beweisen lässt, wovon man ein Foto machen könnte. Der Geschichtenerzähler sieht und beschreibt viel mehr.

Und solche Geschichtenerzähler sind in der Bibel am Werk. Sie schauen über das historische Ereignis hinaus, deuten, verstärken, wo es nötig ist, oder schwächen ab. Die Erzähler der Bibel wollen vor allem eins: Gott groß machen. Darum suchen sie nach den Erfahrungen der Menschen, die sie mit Gott gemacht haben, und erzählen davon, machen sie für die Nachwelt lebendig.

Für uns wird es schwer, ja, manchmal sogar unmöglich, die Geschichte des Geschichtenerzählers von der Geschichte des Historikers zu unterscheiden. Für viele Ereignisse, die in der Bibel beschrieben werden, gibt es außerhalb der Bibel keine anderen Zeugnisse.

Die Frage, ob es sich wirklich so zugetragen hat und nicht anders, ist durchaus berechtigt. Der Versuch, sie zu beantworten, hat ja auch manche Bücher gefüllt, denn es gibt Menschen, die meinen, dass es nötig ist, die Ereignisse, von denen in der Bibel erzählt wird, zu beweisen, weil damit angeblich die Glaubwürdigkeit der Bibel zunimmt.

So glaubte man zum Beispiel, die Arche Noah im Himalaya gefunden zu haben. Uralte eingestürzte Stadtmauern, die in der Nähe der heutigen Stadt Jericho ausgegraben wurden, sollen auf die Eroberung der Stadt Jericho durch die Israeliten hinweisen. Ob es so ist oder nicht: den Erzählern der Bibel war das gar nicht so wichtig.

Und doch geht es in unserem Predigttext um genau diese Frage: was ist an dem Ganzen dran? Was ist wahr? Was können wir glauben?

Josua steht vor einer gewaltigen Aufgabe: er soll derjenige sein, der dem Volk Israel dazu verhilft, die Erfüllung der Verheißungen Gottes zu erleben.

Und ihm wird dazu Mut gemacht, indem er auf die Geschichte Gottes mit diesem Volk verwiesen wird – eine Geschichte, für die er keine Beweise hat außer den Erzählungen, die von den Vorfahren überliefert wurden.

Er steht gewissermaßen vor der Gotteserfahrung anderer und macht sich auf, nun selbst solche Erfahrungen zu sammeln.

Den historischen Rahmen können wir an dieser Stelle getrost beiseite lassen, denn darauf kommt es nicht an. Es geht um die Erfahrung Gottes und den Mut, sich darauf einzulassen.

Wir stehen am Anfang eines neuen Jahres.

Ich gebe zu: ich kann mit dem Jahreswechsel wenig anfangen. Die Feuerwerke der Silvesternacht machen mir keine Freude. Man muss es sich einmal vor Augen führen, wie da Geld, mit dessen Hilfe man viele Menschen vor dem Hungertod bewahren könnte, mit einem Streichholz und einem ziemlichen lauten Knall oder kurz aufflackerndem, bunten Licht vernichtet wird. Deutlich über 100 Millionen Euro sollen es auch zu diesem Jahresende wieder gewesen sein, die in Deutschland innerhalb einer halben Stunde verbrannt und verknallt wurden.

Gut, an der Börse geht die Geldvernichtung unter Umständen noch schneller und noch umfassender, aber da kann es auch andersherum ziemlich schnell wieder viel mehr werden. Das geht bei Böllern und Feuerwerksraketen nicht.

Unser Predigttext stellt uns hinein in den Kontext der Gotteserfahrung. Der Blick zurück auf die Erfahrungen anderer führt uns hinein in die eigene Gotteserfahrung. So hat es Josua damals erlebt, und so können auch wir es erleben.

Der Blick zurück ist einfach: Gottes Wirken lässt sich in der Geschichte der Menschheit immer wieder erkennen, wenn man nicht nur als Historiker an die Geschichten herangeht, die uns überliefert werden. Man muss dazu nicht bis in die Zeit der Bibel zurückgehen. Wir haben Martin Luther, Paul Gerhardt, August Hermann Francke, Johann Sebastian Bach, Elisabeth Fry, Jochen Klepper oder Dietrich Bonhoeffer, um nur einige der vielen Gestalten aus den letzten fünf Jahrhunderten zu nennen. Es sind Menschen, die sich von der Gotteserfahrungen ihrer Vorfahren anrühren ließen, sodass sie sich selbst der Begegnung mit Gott öffneten und daraus ihr Leben gestalteten.

Heute sind wir an der Reihe. „Ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist.“ (Jos 1, 9a), so ruft Gott dem Josua zu, der sich selbst nicht in der Rolle des großen Führers sehen kann.

Er lässt sich auf den Ruf Gottes ein und führt das ganze Volk Israel in eine überwältigende Gotteserfahrung.

„Sei nur getrost und ganz unverzagt“ (Jos 1, 7a), so ruft Gott uns heute am Beginn des neuen Jahres zu. Lass dich auf Gott ein!

„Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offb 21, 6) so verspricht uns die Jahreslosung. Wann immer wir Wegzehrung brauchen, bekommen wir sie von ihm – umsonst.

„Der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst“ (Jos 1, 9c), ruft der Predigttext auch uns zu.

So lassen wir uns hineinstellen in diese einzigartige Geschichte, die mehr ist als nur eine Historie: die Geschichte Gottes mit den Menschen. Denn auch das neue Jahr ist ein Jahr des Herrn.

Amen

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